Willkommen
Der Mensch bereist die Welt auf der Suche nach dem, was ihm fehlt.
Und er kehrt nach Hause zurück, um es zu finden.
Mit einem Zeitungsaufruf im Januar 1981, wurde der Grundstein des
Sottrumer Heimatvereins gelegt.
Es wurden Personen eingeladen, die der „ Bewahrung des heimatlichen
Kulturgutes“ gegenüber aufgeschlossen waren. Man stellte sich einen
Meinungsaustausch vor, in dem es um unseren Ort, seine Bewohner, um
deren Sprache, Sitten und Gebräuche gehen sollte.
30 Interessierte folgten diesem Aufruf und trafen sich im Sottrumer
Rathaus. Sie beschlossen nach einer Aussprache, einen „eingetragenen
Verein“ ins Leben zu rufen, der der Pflege des Heimatgedankens dienen
sollte.
Der Heimatverein Sottrum wurde dann am Dienstag, dem 19. Mai 1981, im
Sitzungssaal des Rathauses gegründet.
Zu den Aufgaben und Zielen des Vereins gehört die Förderung und Pflege des Heimatgedankens:
•
Sammlung und Wahrnehmung heimatlichen Kulturgutes,
•
Pflege von Brauchtum
•
Erhaltung von schutzwürdigen Gebäuden, Denkmälern und Landschaften,
•
Pflege der niederdeutschen Sprache,
•
Mitwirkung bei der Gestaltung des Ortsbildes.
Die Versammlungsteilnehmer gaben ihre unterschriebenen Aufnahmeanträge ab. Sie trugen sich
ferner in umlaufende Listen der Arbeitsgruppen ein, denen sie ihre Mitwirkung zuwenden wollten.
Es handelte sich um folgende Gruppen:
•
Festhalten des Bestehenden in Wort und Bild (Dokumentation)
•
Geschichte von Sottrum
•
Plattdeutsche Sprache
•
Brauchtum und Geselligkeit
•
Wandern, Kennenlernen der Heimat
•
Gestaltung des Ortsbildes.
Mit dem Kauf und dem fachmännisch wieder aufgebauten historischem
Honigspieker an der St. Georg- Straße hatte der Verein 1987 erstmals ein
eigenes Zuhause.
Es folgte dann nebenan der Bau des Backhauses, welches mit einem
Backofenfest am 24.9.1989 eingeweiht wurde.
Seit dem Jahre 1983 gibt der Heimatverein Sottrum e.V. jährlich den beliebten
„Sottrumer Heimatkalender“ heraus.
1982 erschien die Schrift „ Das Pfarrhaus in Sottrum“ von Rektor Diedrich Claus, 1984 folgte die
Reprint- Herausgabe des Buches „ Das Pfarrhaus in Sottrum im Jahre 1813“ von Mathilde Peßler
geb. Büttner aus dem Jahre 1903.
1985 erschien „ Die Sankt- Georgs- Kirche zu Sottrum“ von Diedrich Claus und Hans- Richard
Buthmann.
Die Arbeitsgruppe „ Brauchtum und Geselligkeit“ bildete verschiedene Handarbeitsgruppen
(Weben, Dänisches Sticken). Aber v.a. die von Klara Dörheit ins Leben gerufene „Söttmer
Spinnstuv“ ist überregional bekannt und lud 200 Teilnehmer aus anderen Heimatvereinen zu einem
großen Spinntreffen ein. Auch der Weihnachts- und Osterbasar ist immer wieder gut besucht.
Auf Frühjahrs- und Weihnachtsmarkt bekam und bekommt man, im Steinofen gebackenen
Butterkuchen und kann sich von den Frauen in Vereinstracht, im gemütlichen Spieker einen Kaffee
einschenken lassen.
Ab 1983 trat die Gesangsgruppe „ De Wiestespreen“ mit einem großen Repertoire an
plattdeutschen Liedern auf. Diese ist jedoch nicht mehr aktiv.
Der Förderkreis Wassermühle Stuckenborstel im Heimatverein Sottrum, war
sehr stark engagiert bei der Restaurierung der letzten an der Wieste
befindlichen Wassermühlen. Die Gemeinde Sottrum erwarb die Mühle,
veranlasste die Instandsetzung und im Jahre 1994 wurde sie offiziell wieder
eingeweiht.
Großen Anklang erhielten die heimatgeschichtlichen Vorträge und die
Filmvorführung über das dörfliche Leben in Sottrum 1958. Der ca. 60 minütige
Film “Bei uns Zuhaus” ist seit 2008 auch auf DVD erhältlich.
Der Verein nimmt außerdem an plattdeutschen Vorlesewettbewerben teil und
initiierte plattdeutsche Nachmittage an der Grundschule Sottrum.
Der Heimatverein war an der Instandsetzung des alten Brunnens auf dem
Marktplatz aktiv beteiligt und sammelte alte bäuerliche und handwerkliche
Geräte und Maschinen.
Es gibt jährliche Klönabende, Teilnahme am Erntefest, Hafenkonzert und Besuche bei befreundeten
Heimatvereinen, zwecks Informationsaustausch.
Die Gemeinde Sottrum erwarb auf Anregung des Heimatvereins, das
niederdeutsche Hallen- Bauernhaus aus dem Jahre 1630. Das
Zweiständerhaus aus Hassendorf wurde in den Jahren 1995/96 an
historischer Stätte in der Mitte des Ortes neben Spieker und Backhaus
wieder aufgebaut. Mit seiner Einweihung am 9.8.1996 folgte am 11.8.1996
das erste große Heimatfest.
Seither wurden in diesem Kulturzentrum von Sottrum schon viele
verschiedenartige Veranstaltungen durchgeführt. Erwähnenswert ist die
Einrichtung der Dönz (Wohnräume) und des schönen Bauerngarten auf der
Rückseite des Heimathauses.
Seit 12.12.2008 ist der Heimatverein mit einer eigenen Seite im Internet
präsent.
© Heimatverein Sottrum e.V. 2012
George Moore
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